USA: Download-Markt stagniert

Gemäss Heise-Online ist im ersten Halbjahr in den USA der Online-Verkauf von Musik mit 630 Millionen Titeln auf dem Niveau des Vorjahres geblieben.

Kommentar unseres Matthias Wilde: Ja, das war ja zu erwarten. Downloads sind als Objekte für die heutigen technologischen Möglichkeiten wohl sehr praktisch, jedoch absolut unsinnlich und nicht sammelnswert, daher will auch niemand wirklich was dafür bezahlen. Wer will den auch den Backkatalog überhaupt als Download kaufen, wenn er die CD in besserer Qualität schon besitzt und diese auch auf seinen iPod laden kann? Mit den paar News ist tatsächlich kein Geld zu machen, denn die entsprechende Zielgruppe ist jung und setzt ihre finanziellen Mittel nur noch zu einem kleinen Teil in die Musik. Das meiste ist sowie so gratis erhältlich. Die digitale Welt ist wie alles andere halt auch “a blessing and a curse”.

Meines Erachtens liegt das Hauptproblem darin, dass vor allem die junge Generation ganz selbstverständlich Musik nur noch klaut. Und die Musiker wehren sich viel zu wenig. Kunst hat, ausser es geht um teure Prestige-Objekte, keinen Stellenwert mehr in der Gesellschaft, es wird vom Musiker erwartet, dass er einem Brotjob nachgeht. Dass das Niveau nur sinken kann, wenn der Künstler nicht fulltime seiner kreativen Arbeit nachgehen kann, scheint allen egal zu sein.

Immerhin: in Deutschland ist der Download-Markt in diesem Jahr um etwa 30 Prozent gewachsen.

PJ Wassermann

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