Archive for the ‘Fragen und Antworten (FAQs)’ Category

Einführungspreis

August 22, 2014

Musiker-Frage:
Kann man vorübergehende Aktionen anbieten? Oder einen Einführungspreis, wie es ja oft der Fall ist auf Cede.ch?

Fontastix-Antwort:
Du kannst ohne weiteres anfangs einen niedrigen Preis eingeben und dich später einloggen und den Preis erhöhen.

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Airplay bei den SRF-Medien

Mai 5, 2014

Musiker-Frage

Lieber PJ

Ich schreibe dir im Namen der Band „Loose Connection“ und möchte dich gerne fragen, ob du ein paar Tipps und Tricks bzgl. Radiobemusterung für uns hast. Wir lassen unser Debutalbum „Whispers in a Marketplace“ (2013) sowie die EP „Telescope“ (2011) über Fontastix vertreiben und wurden via Newsletter schon mit hilfreichen Infos von dir versorgt, z.B. zur Bemusterung der Unikom-Radios.

Uns ist bewusst, dass es sehr schwierig ist, bei den öffentlich-rechtlichen Sendern ins Airplay zu gelangen, aber natürlich ist gerade diese Aussicht sehr attraktiv. Für unsere EP „Telescope“ haben wir 2011 das Promotionsangebot von lautstark genutzt. Viel hat dabei nicht rausgeschaut, aber immerhin haben wir Feedbacks aller bemusterten Radiostationen erhalten und wir konnten sicher gehen, dass unsere Musik überhaupt angehört wurde.
Für das Album „Whispers in a Marketplace“ haben wir uns dafür entschieden, die Promotion wieder selbst in die Hand zu nehmen. Im vergangenen Herbst habe ich das Album an die Musikredaktion von SRF geschickt, jedoch nie eine Antwort oder ein Feedback erhalten. Unsere Songs sind natürlich auch auf mx3 zu hören, aber diese Möglichkeit ist halt sehr passiv. Mich würde interessieren, ob du uns mit deinem Know-how zu bestimmten, konkreten Massnahmen raten würdest, um aktiv unsere Musik zu promoten und an die Radios zu bringen.

Liebe Grüsse
Manuel Berger

Loose Connection

Fontastix-Antwort:

Hi Manuel

Danke für deine Message. Du sprichst ein Problem an, das uns alle sehr beschäftigt. Selber stehe ich auch kurz vor der Veröffentlichung meiner neuen Chillout-CD, und ich studiere genau an diesen Problemen herum.

mx3.ch ist ja offiziell der SRF-Bemusterungskanal. Aber wenn man da was einreicht, dann ist man, wie schon immer, auf die Gnade der Redaktoren und deren persönlichen Geschmäcker angewiesen. Und wie du erwähnst, gibt es wenig bis kein Feedback.

Das Grundproblem liegt meines Erachtens darin, dass bei den Medienleuten ein tiefsitzender Glaube besteht, dass musikalisch nur etwas taugen kann, was bei der Oldschool-Industrie unter Vertrag ist. Das ist natürlich totaler Quatsch. Die Industrie wäre schon quantitativ nicht in der Lage, alle interessanten Produktionen zu vermarkten.

Das zweite Problem liegt darin, dass die Radios primär möglichst gute Einschaltquoten erreichen wollen. Dafür spielen sie die erprobten Hits der letzten Dekaden sowie das, was von der Industrie mit grossen Marketing-Budgets gepusht wird. Dann bleibt noch ganz wenig bis gar kein Platz für Neues aus der unabhängigen Szene.

Aus diesen beiden Gründen sehe ich wenig Chancen, Airplay zu erhalten. Es ist wie eine Lotterie, bei der man immer wieder Geld reinsteckt, aber Gewinn gibt es selten.

Bezüglich Fontastix habe ich jetzt erst mal alles konsolidieren müssen, und jetzt rücken genau diese Promotionfragen in den Vordergrund. Ich werde sicher das Gespräch suchen mit den Verantwortlichen von SRF und an deren kulturellen Auftrag erinnern. Vielleicht braucht es dann gelegentlich eine Petition zur Stärkung der unabhängigen Szene in den SRF-Medien. Interessant wäre auch eine Internet-Radiostation, nach Stilen aufgegliedert, bei der das Fontastix-Repertoire gespielt wird. Das macht aber alles sehr viel Arbeit und ich brauche dazu Partner, die mitmachen oder ein Budget.

Für den Moment empfehle ich dir, dich vor allem auf die Unikom-Radios zu stützen. Diese sind am ehesten interessiert an Musikern wie uns, und insgesamt haben sie auch eine respektable Zuhörerschaft. Dann gibt es noch „Swissmade“ bei SRF, was ich mal genauer abchecken will.

Tut mir leid, dass ich dir keinen besseren Bescheid geben kann. Wenn ich was herausfinde, werde ich es sicher mitteilen. Bitte gib mir auch Feedback, was bei euch so passiert, und was ihr für Ergebnisse habt.

liebe Grüsse
PJ Wassermann

SUISA – Pressbewilligungen für eigene CDs

März 21, 2014

Musikerfrage:
Wir haben eine CD aufgenommen mit eigenen Stücken (Urheberrechte sind bei mir). Brauche ich jetzt, um diese CD pressen zu lassen, das Formular ‚PI-Eigenproduktion der Urheber‘? Dieses dient offensichtlich dazu, dem Presswerk die Erlaubnis der SUISA für eine Vervielfältigung, resp. eine Neupressung zu geben.

Das finde ich etwas verwirrend. Ich selbst gebe ja dem Presswerk die Erlaubnis. Ich kann doch jetzt nicht nochmals 2 Wochen warten, bis dieser ganze Bürokram auch durch ist…. Und dann Mechanrechte an die SUISA bezahlen, wenn doch alle Urheberrechte bei mir sind? Nur damit ich das Geld ein bis zwei Jahre später zurückerhalte, nach Abzug der SUISA-Spesen?

Fontastix-Antwort
Hier die Antwort der SUISA:
Der Urheber muss alle Werke mit dem Werkanmeldeformular bei uns anmelden. Die Werke werden darauf in den Datenbanken registriert, damit für sämtliche Nutzungen Entschädigungen einkassiert und weitergeleitet werden können.

Wenn unsere Mitglieder ihre eigenen Werke auf ihre eigenen Tonträgerproduktionen aufnehmen, verrechnen wir in der Regel dafür keine Entschädigungen.

Nicht zuletzt, damit wir Pressbewilligungen erteilen können, sollte das entsprechende Formular ausgefüllt werden. Wenn mehrere SUISA-Mitglieder an den Werken beteiligt sind, brauchen wir das Formular zwingend. Mit ihrer Unterschrift müssen alle Urheber bestätigen, dass sie an der Finanzierung der Produktion beteiligt sind, und dass auf eine Entschädigung durch die SUISA verzichten.

Nachfolgend ein Link auf das erwähnte Formular sowie auf weitere Informationen betreffend Eigenproduktionen von SUISA-Mitgliedern.

http://www.suisa.ch/de/mitglieder/urheber/eigenproduktionen-von-tontraegern/

Celebrity oder Musiker?

April 15, 2010

Musikerfrage
Sagt doch den jungen Bands endlich die Wahrheit! Keine Band wird im Radio gespielt weil sie gut ist! Lest doch mal Artikel zum Thema Musikindustrie und neue Künstler. Für die Band “Tokio Hotel” wurden laut der Zeitschrift “Spiegel” 250.000 Euro für Werbung ausgegeben. “Peter Fox” hat gesagt, er habe für seine CD 175.000 Euro investiert.
Schaut euch an, wie die Bands zu TV Sendungen wie “Wetten dass” kommen. Da gibt es eine Firma (Dolce Media GmbH) vom ZDF und den Gottschalk-Brüdern, die kassieren, wenn eine Band in die Sendung will. Es gibt Banken und Investment-Fonds, die sammeln Geld und veröffentlichen Musik (Musikfonds Glor Music). Ohne Lottogewinn bleibt die “Dorfband” im Dorf.

Fontastix-Antwort
Mir scheint, da macht jemand einen Denkfehler. Natürlich ist es üblich, dass man Stars aufbaut und Geld investiert. Dies macht man jedoch nur mit Leuten und Musikern, die man verkaufen kann. Tokyo Hotel sind ja auch nicht mein Geschmack, doch hier geht es weniger um Musik als ums Image. Solange junge Mädchen nasse Hösschen beim Anblick von musizierenden Jungs kriegen, ist das nach wie vor der sicherste Verkaufswert. Das war beim jungen Sinatra so, bei Elvis, Beatles, T. Rex, David Bowie, Take That und vielen anderen. Seit Madonna hat man auch die Damen entdeckt. Dort finden sich neben Talent im gleichen Mass wie bei den Buben Talent und Image. In der heutigen marketingorientierten Zeit hat man im Gegensatz zu früher aber festgestellt, dass die Qualität der Musik sekundär ist und dass das Image das zentrale Verkaufsargument darstellt. Dies führt dazu, dass Tokyo Hotel und ähnliche Retorten-Bands erfolgreich sind.

Peter Fox ist nicht meine Schiene, doch der bietet in seinem Umfeld auf alle Fälle Qualität. Mit seiner Band Seed hat er sich jahrelang in Clubs und auf kleinen Bühnen die Sporen abverdient und macht Musik mit Leidenschaft und zudem hat er auch das Talent dazu. Peter Fox hat sich hinaufgearbeitet und investiert das verdiente Geld in Werbung für seine CD. Das beweist bloss, dass er ein intelligenter Mensch ist und seine Position halten will. Wer langfristig am Ball bleiben will, muss mit dem Markt arbeiten. Die Rolling Stones machen das seit Jahrzehnten und haben ihren Ruf nicht verloren, obwohl es sich in Tat und Wahrheit um eine Oldies-Show handelt und diese einst wunderbare Band seit Exile on Main Street oder im besten Fall seit Some Girls nicht mehr viel Schlaues produziert hat.

Ich war während 15 Jahren Musikredaktor bei DRS3. Heute höre ich kaum mehr Radio, weil es mich langweilt. Die Songs die gespielt werden, werden durch ein Team von Musikredaktoren ausgewählt. Leider führt macht man heutzutage auch Hörerbefragungen durch, um herauszufinden, was die Leute hören wollen. Das ist Grundsätzlich eine Schnapsidee und auch eine Kapitulation, denn die meisten Leute wollen nur hören, was sie schon kennen.

DRS3 pickt aber auch Songs raus, die auf MX3 sind, denn es besteht nach wie vor das Bestreben, Schweizer Musik zu spielen und Schweizer Musiker zu unterstützen. Aus meiner eigenen Erfahrung weiss ich aber auch, dass es nur bedingt etwas bringt, einen Song rauf und runter zu spielen. Wenn die Leute ihn nicht kaufen wollen, lassen sie es sein. Hits kann man nicht erzwingen. Mit einem gewissen Werbebudget kann man jedoch die Aufmerksamkeit auf einen Song oder einen Künstler leiten und damit die Chance erhöhen.

Als Konsument hat man aber nach wie vor die Möglichkeit gute Musik zu entdecken. Man muss sich halt ein wenig anstrengen. Doch das war in der Zeit vor Pop-Radio und MTV auch so.

Peter Fox hat am Anfang seiner Karriere kaum gejammert: “Meine Songs sind auch nicht schlecht, aber mich spielt niemand”. Solche Aussagen sind das Gejammer von verwöhnten Schweizern die neben der KV-Lehre noch gerne Musik machen. Daran ist nichts auszusetzen, dass habe ich auch gemacht, denn Musik macht man ja hautptsächlich, weil es Freude bereitet. Falls die Songs nicht schlecht sind, sind sie eben auch nicht gut, sondern eher Mittelmass. Jeder ehrliche Musiker kann bestätigen, dass es keine Kunst ist, einen Song zu schreiben. Dafür braucht es weder Intelligenz noch ein besonderes Talent. Es ist jedoch eine Kunst, aussergewöhnliche Songs zu schreiben, die sich vom Rest abheben. Solche Songs können aus drei oder dreissig Akkorden bestehen, es gibt keine Regeln. Es hat immer wieder Songwriter und Musiker gegeben, die solches Material einfach aus dem Aermel schüttelten, andere hatten das Glück wenigstens einen Knüller geschrieben zu haben. Die meisten Songs die geschrieben werden verschwinden jedoch wieder in einem schwarzen Loch im Universum, wo sie hergekommen sind und möglicherweise auch hingehören.

Das Beispiel mit “Wetten dass” ist bezeichnend für die Denkweise von Leuten, die Musik machen, weil sie gerne berühmt und erfolgreich wären. Ich zweifle jedoch ernsthaft am Geisteszustand eines Musikers, dessen Wunsch es ist, in dieser abgehalfterten Show aufzutreten und sich von Gottschalk ansagen zu lassen und seinen Songs einem Publikum von Rentnern und debilen Fernsehkonsumenten vorzuführen. Das hat mit Musik nichts zu tun. Dass da irgendwelche Spezis aus dem Gottschalk-Umfeld Geld damit verdienen, ist irgendwie auch logisch und soll ihnen gegönnt sein, wenn Sie Idioten finden, die dafür bezahlen und glauben, damit den Durchbruch zu schaffen. Das gleiche gilt natürlich für alle, die sich den Durchbruch in Sendungen wie Popstar oder X-Factor und ähnlichen TV-Shows erhoffen. Entweder will man Fernsehen machen oder Musik, Celebrity sein oder sich als Musiker durchsetzen. Musik ist eine wundervolle Beschäftigung. Wenige werden berühmt und reich damit. Die meisten haben aber Spass daran. Falls man nicht erfolgreich ist, kann man sich im Notfall einfach einreden, ein verkanntes Genie zu sein. Vielleicht hilft das.
Matthias Wilde

Dieser Text ist quasi eine Fortsetzung zum Artikel Den CD-Verkauf ankurbeln, auf den der oben zitierte Kommentar von Steffen eintraf.

Den CD-Verkauf ankurbeln

Februar 10, 2010

Musikerfrage
Hast Du uns Tipps wie wir den CD-Verkauf ankurbeln könnten? Könnten Werbe-Inserate in Zeitungen oder/und Zeitschriften hilfreich sein ?
Die Radiostationen wollen unsere Songs nicht einmal bei Wunschkonzerten spielen. (Wir haben bei 2 Sendern unsere CD persönlich vorbeigebracht.) Und so schlecht sind gewisse Lieder von uns nun wirklich nicht.
Was meinst Du zu Internetwerbung, dieser unglaublich teuren Sache?

Fontastix-Antwort
Werbe-Inserate sind viel zu teuer. Das holt ihr nie wieder rein. Das gleiche gilt auch für Internetwerbung und andere Formen von bezahlter Werbung.

Für eine unbekannte Band ist es wichtig, Konzerte zu geben und sich so ein Fan-Publikum aufzubauen.

Die kommerziellen Radiostationen welche sich hauptsächlich durch Werbung finanzieren, spielen verständlicherweise das was das Publikum verlangt. Damit erreicht man viele Leute. Deshalb wählen sie meistens bewährte Titel, Oldies, Hits und Neuheiten von bereits erfolgreichen Künstlern aus. Das Angebot an Musik ist massiv und es ist tatsächlich schwierig bei Radios auf die Playlist gesetzt zu werden. Ihr seid nicht die einzigen die CDs an die Medien schicken. Wenn ihr nicht innerhalb von zwei Wochen gespielt werdet, verschwindet Eure CD bereits wieder, weil bereits eine neue Ladung CDs von den Musikverantwortlichen angehört werden muss.

Neben den Privatradios gibt es unsere öffentlich-rechtliche Anstalt Radio DRS. Im Pop- und Rocksektor betrifft dies hauptsächlich DRS3 und in vermindertem Mass DRS1. DRS3 hat mit dem CH-Special ein spezielles Gefäss wo CH-Neuheiten vorgestellt werden. Das Tagesprogramm dieses Senders lässt jedoch im Vergleich zu früher viele Wünsche offen und orientiert sich heute leider am Formatradio der privaten Radiostationen, was natürlich unverständlich und nicht befriedigend ist. Daneben bietet DRS3 am Abend jedoch gute Spezialsendungen. Radio DRS betreibt auch noch den Internetsender Radio Swiss Pop. Dort werden auch tagsüber viele neue und unbekannte CH-Titel gespielt. Tatsächlich relevant für das Bekanntmachen von neuen Songs ist aber tatsächlich das Tagesprogramm von DRS3 (oder auch DRS1) wo der Titel mehrmals pro Tag gespielt wird und damit ein grösseres Publikum erreicht.

Du beklagst Dich, dass Eure Musik nicht einmal bei Wunschkonzerten gespielt wird. Wie der Name sagt, wird dort gespielt was das Publikum wünscht. Falls man Euch nicht kennt, kann man Euch auch nicht spielen. Falls Du selber anrufst um Deinen Song zu wünschen, ist das nicht nur besonders uncool, sondern reicht auch nicht. Wenn 20 Mal U2 gewünscht wird und Ihr bloss ein Mal, dann ist ja klar wer gespielt wird. Je nachdem beschränken sich die Radiostationen auch darauf zu spielen, was Sie bereits in der Datenbank haben. Heute werden die CDs nicht mehr als CD abgespielt, sondern werden als einzelne Tracks in die Datenbank importiert. Es werden logischerweise nicht alle CD resp. Songs importiert, sondern bloss die welche im Programm verwendet werden. Dies ist natürlich die klassische Catch 22-Situation; wenn man drin ist wird man gespielt, wenn man nicht drin ist, kann man nicht gespielt werden weil man eben nicht drin ist.

Schickt die CDs an die Radiostationen und wenn Ihr nichts hört, empfehle ich direkt per Telefon nachzufragen. Das ist aufwändig und anstrengend. Wenn man nichts unternimmt, geschieht jedoch auch nichts. Jeder Künstler muss sich in irgendeiner Art von der Masse abheben; nicht bloss musikalisch, sondern auch in seiner Wirkung bei den Medien und dem Publikum. Hier ist jedoch auch ein gewisses Mass an Takt und Verhältnismässigkeit angesagt. Es darf nicht in Belästigung ausarten und offensichtliche Verzweiflung wirkt auch nicht unbedingt sexy.

Ich glaube Dir gerne, dass Eure Songs “nicht so schlecht” sind. Ich habe in Eure CD auch reingehört und kann dies auch bestätigen. “Nicht so schlecht” reicht aber nicht. Ein grosser Teil von Songs die Hits werden, haben das gewisse Etwas, welches Sie zu Hits macht. Das hat nicht bloss mit der Qualität zu tun, sondern mit eben diesem mysteriösen “Etwas”. Es gibt Hits die sind grauenhaft und nerven schnell, schaffen es aber, die Aufmerksamkeit der Konsumenten auf sich zu ziehen. Andere haben aber tatsächlich neben ihrer Ohrwurmqualität auch eine Nachhaltigkeit welche sie dann zu Evergreens reifen lässt. Es gibt aus jeder Epoche seit Elvis Knüllersongs die immer wieder Freude bereiten und daneben gibt es Schrott, welcher leider nicht immer aber oft im grossen schwarzen Loch des Vergessens verschwindet. Ja, es gibt auch viele tolle Songs die nicht Hits wurden und auch vergessen werden. Die Welt ist weder gerecht noch sehr logisch. Ein guter Song fürs Radio muss in irgendeiner Art hängen bleiben. Sei es durch eine Hookline oder einen guten Refrain. Dazu sollte er einerseits vertraut aber nicht austauschbar wirken. Wenn alle wüssten wie man das macht hätten alle Hits die dann aber keine mehr wären. Es ist einfacher und weniger anstrengend Lotto zu spielen, macht aber nicht so viel Freude.

Zudem kanst Du nicht erwarten, eine CD zu veröffentlichen und bereits damit Erfolg zu haben. Damit bin ich wieder am Anfang meiner Ausführungen. Schon die Beatles, die Stones, REM, U2 und viele mehr, haben sich während Jahren als unbekannte Bands den Arsch abgespielt. Gleichzeitig sind sie besser geworden und haben ihr Publikum gefunden. Eure Musik ist stark akkustisch gefärbt und ihr verwendet “normale” Instrumente. Es sollte einfach sein, dies auf der Bühne live umzusetzen, auch in kleinen Lokalen. Das Hallenstadion kann warten.

Also geht raus und spielt.
Matthias Wilde

Anmerkung von PJ Wassermann
Die einzige Form von Internet-Werbung, die meines Erachtens sinnvoll sein kann, ist Google-Ads. Dabei schaltest du Klein-Inserate, die rechts in der Resultatsliste von Google dargestellt werde, wenn jemand eine Suche nach einem bestimmten Begriff macht, also zum Beispiel nach „Akustik Pop“. Du legst selber fest, wieviel du pro Tag ausgeben willst, zum Beispiel einen oder drei Franken, und du bezahlst nur, wenn dein Inserat angeklickt wird. Wichtig ist die Auswahl von Suchbegriffen: wenn du „CD“ oder „Pop“ nimmst, sind die Klicks teuer bzw. du kommst nicht auf der ersten Seite bei Google. Am besten nimmst du Begriffe, die genau nur auf deine Musik zutreffen. Als Ziel-Link nimmst du am besten deinen Fontastix-Produktlink, sodass die Leute gleich kaufen können.

Dann gibt es noch mx3.ch als Plattform für unbekannte Bands, und natürlich mySpace und Facebook. Ebenso brauchst du eine gute eigene Band-Website.

Erstlieferung von CDs

Februar 3, 2010

Musikerfrage:
Reicht es, wenn ich Ihnen als erstes 1000 CDs in Schachteln zu 100 liefere?

Fontastix-Antwort:
Tausend Stück??? Ist Michael Jackson doch nicht tot und hält sich unter einem Pseudonym in der Schweiz auf?

Die erste Lieferung besteht aus 5 CDs. Sobald diese verkauft sind, wirst Du wieder aufgefordert nachzuliefern. CeDe.ch hat kein Interesse, grosse Mengen CDs an Lager zu nehmen, die nicht verkauft werden. Glaube mir, die meisten sind froh, wenn sie 50 Stück verkaufen…

FAQ: Fontastix als Sponsor von CD-Pressungen

September 29, 2009

Musiker-Frage
Wir besuchen die FMS Basel in den Fachrichtungen Pädagogik und Gesundheit. Das zweite Semester hat begonnen und somit die Arbeit für unsere Selbständige Arbeit, die wir gemeinsam im Bereich Musik ausführen werden. Wir werden drei Raps schreiben, jeweils Teile auch in verschiedenen Sprachen und werden daraus eine CD erstellen mit einem dazugehörigen Booklet. Wir wollten Sie darum bitten, uns zu sponsern. Sie werden auf unserer CD vermerkt sein mit ihrem Logo oder mit ihrem Namen, wie sie das wünschen. Nach Fertigstellung der CD werden Sie natürlich ein Exemplar erhalten.
Wir möchten unseren Lehrern und Lehrerinnen zeigen, dass Rap eine Kunst ist sich auszudrücken und nicht ein primitives Wortspiel. Wir würden gerne, mit ihrer Hilfe, unserem Berufswunsch ein Stückchen näher kommen, in dem wir unsere Selbständige Arbeit verwirklichen können und mit einer guten Note abschliessen können. Doch, um dieses Projekt überhaupt auf die Beine stellen zu können, benötigen wir ihre Hilfe.
Den Betrag den Sie, diesem Projekt beisteuern möchten, ist ihnen frei überlassen. Helfen Sie uns, unserem Traum etwas näher zu kommen und unterstützen Sie unsere Selbstständige Arbeit.
In der Hoffnung auf einen positiven Bescheid erwarten wir gespannt Ihre Antwort.

Fontastix-Antwort
Danke für die Anfrage. Fontastix ist ein Non-Profit-Unternehmen. Wir unterstützen Musiker, in dem wir ihnen unsere Leistungen zu sehr günstigen Konditionen anbieten die kaum unsere Kosten decken. Dank der Unterstützung der Schweizerischen Interpretengesellschaft ist es möglich diesen Service zu bieten. Ihr werdet verstehen, dass wir selber nicht in der Lage sind, eine Musikproduktion zu sponsern.

Andererseits seid Ihr natürlich herzlich dazu eingeladen, Eure CD via uns und CeDe.ch zu vertreiben. Die nötigen Angaben und Bedingungen dazu findet Ihr auf unserer Webseite www.fontastix.ch unter der Rubrik “Künstler”.

Noch eine kleine Bemerkung. Wie ihr sicher wisst, produzieren sehr viele junge und auch ältere MusikerInnen aus den verschiedensten Musikbereichen CDs. Kaum jemand erhält dafür Sponsoring-Gelder, sondern die meisten sparen sich das Geld zusammen oder legen im besten Fall ihre Gagen von Konzerten zur Seite um solche Projekte zu finanzieren. In der heutigen Zeit, wo es schwierig geworden ist, CDs zu verkaufen, ist speziell der Live-Sektor eine wichtige Einnahmequelle. Einerseits kann man beklagen, dass mit CDs nicht mehr viel verdient werden kann, andererseits hat diese Tatsache aber die Live-Musik-Szene belebt. Musik in allen Formen lebt von der Live-Atmosphäre. Ich hoffe, dass auch Ihr Euch darüber Gedanken gemacht hat, sonst bleibt Euer Vorhaben etwas akademisch und erfüllt bloss den Zweck einer Schularbeit.

Ich wünsche Euch viel Erfolg und noch mehr Spass mit Eurem Projekt.
Matthias Wilde

FAQ: Die Suche nach einem Manager

September 3, 2009

Musiker-Frage
Kennst Du einen seriösen Manager, der uns gute Gigs an Clubs und Open-airs mischeln würde?

Fontastix-Antwort
Es wundert mich nicht, dass Du keinen kompetenten Manager kennst. Es gibt in der Schweiz auch sehr wenige,  die etwas taugen. Als Manager muss man von Bands mit vielen Auftritten leben und das ist wegen der Grösse des Landes nicht einfach. Bei bekannten Bands ist die Gage hoch, so dass auch für den Manager ein brauchbarer Teil abfällt. Mit einer unbekannten Band ist nichts zu verdienen, deshalb rekrutieren kleinere Bands auch Leute aus ihrem persönlichen Umfeld, die genauso wie die Band nichts verdienen und aus Idealismus dabei sind. Diese Leute haben natürlich weniger Connections und erreichen daher anfänglich nicht so viel, doch scheint mir dies der einzige Weg. Natürlich muss jemand dazu das nötige Talent haben. Er muss ein Verkäufer sein und rechnen können…sonst geht’s in die Hosen…
Sorry, dass ich Dir keine Liste mit Super-Managers schicken kann.
Trotzdem viel Erfolg und noch viel mehrs Spass.
Liebe Grüsse
Matthias